Terminator Goes Smart

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Forschungsprojekt "ReWaste 4.0"

(c) Komptech

Industrie 4.0 hält auch in der Abfallwirtschaft Einzug. Das Ziel sind intelligent vernetzte Maschinen und Anlagen, die das Recycling von Abfällen noch effizienter gestalten. Im Forschungsprojekt ReWaste4.0 wird vorgedacht und experimentiert, was in Zukunft Standard ist.

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Sofort nachdem das fahrerlose Müllfahrzeug seinen Inhalt in den Aufgabebunker entleert hat, erfassen Sensoren die Qualität des Abfalls. „Heizwertreicher Gewerbeabfall“ meldet der Hauptcomputer an den Vorzerkleinerer. Noch bevor der erste Abfall in den Zerkleinerungsraum des Terminators gelangt, adjustieren sich Schnittspalt und Walzendrehzahl selbsttätig für ein optimales Zerkleinerungsergebnis. Auch die nachgeschaltete Siebund Separationstechnik weiß, was auf sie zukommt. Abhängig von der Zusammensetzung des Abfalls schalten sich Siebe und Sichter, Metallabscheider sowie IR-basierende Sortiermaschinen und Sortierroboter an und ab.

Später, wenn die Anlage im automatisierten Wartungszyklus ist, wird Bilanz gezogen: Erzeugte Sekundärrohstoffe sichern die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Anlage, Einsparungen von Ressourcen und CO2-Reduktion durch effizienten Energieeinsatz helfen uns allen.

AUFBAU VON RECYCLINGKOMPETENZ

Damit die skizzierte „Anlage der Zukunft“ schon bald Realität wird, forscht das Kompetenzzentrum ReWaste4.0 der Montanuniversität Leoben (Steiermark, Österreich) zusammen mit namhaften Unternehmen aus der Entsorgungswirtschaft und der Recyclingtechnik an deren Umsetzbarkeit. Die Fragestellung ist umfangreich und reicht vom Wertstoffpotential des Abfalls über die Auswahl geeigneter Aufbereitungstechniken bis zu am Verbraucher orientierten Qualitäten von Recyclingstoffen.

VERSUCHSDATEN ALS BASIS

„Wir sind für einige Schlüsselkomponenten in der Aufbereitungskette verantwortlich und befinden uns aktuell mitten in der Datenerhebungsphase“, erklärt Christoph Feyerer, Head of Product Management bei Komptech. „Es geht dabei darum, dass sich die Anlage intelligent auf das Ausgangsmaterial einstellt. Je nachdem auf welchen Sekundär- Rohstoffen der Fokus liegt, werden die dafür optimalen Prozessparameter automatisch festgelegt.“

Welchen Einfluss Maschinenparameter auf die Materialqualität ausüben und welche Materialdaten für steuerungstechnische Zwecke genutzt werden können, lässt sich nur durch umfangreiche Versuche ermitteln. „Wir schließen gerade eine mehrwöchige Versuchsreihe zur Zerkleinerung von Gewerbe- und Hausabfällen ab, in der wir das dazu notwendige Datenmaterial gesammelt haben“, berichtet Christoph Feyerer.

Mehrere hundert Tonnen Abfall wurden mit dem Terminator unter definierten Einstellungen zerkleinert, danach gesiebt und sortiert. „Mit diesen, nicht immer ganz ‚geruchsfreien’ Daten gehen wir weiter in Simulationen, aus denen dann im nächsten Projektschritt eine reale Technikumslinie entsteht.“ Man darf gespannt sein. „Damit passt das Projekt ideal in unsere Digitalisierungslandkarte“, ist auch Heinz Leitner, Komptech CEO überzeugt, „denn am IoT und an ‚Smart machines’ führt kein Weg vorbei. Und darauf wollen wir bestens vorbereitet sein.“

Terminator 5000 | Umweltjournal | (c) Komptech
Terminator 5000 | Umweltjournal | (c) Komptech

Fotos: Komptech

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Komptech.

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